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Meine ersten Erfahrungen mit dem HTC Desire und Android 2.1

Seit genau einer Woche habe ich nun mein HTC Desire und habe es schon auf Herz und Niere getestet. Dabei sind mir viele Positive aber auch Negative Dinge aufgefallen.

Kurz die Pro und Contra

Pro

  • Offenes Betriebsystem Android 2.1
  • Super Touchscreen
  • Genialer AMOLED-Display (480 X 800 Pixel (WVGA) Auflösung)
  • Reichlich Power mit dem 1GHz Prozessor
  • Macht super gute Fotos und Videos
  • Schnelles Ein- und Ausschalten verschiedener Dienste per Widget
  • Positionsbestimmung per GPS ist sehr schnell
  • Speicher mit 32GB ordentlich

Contra

  • Kurze Akkulaufzeit
  • Multitouch ist noch nicht ganz ausgereift, liegt aber eher an der Software
  • Benachrichtigungen sind nicht immer ersichtlich

Design

Das erste Mal in Live habe ich das Ding beim warten bei Digitec gesehen. Der erste Wow-Effect gab es bei mir beim Display, der war so gross und hochauflösend. Das sah einfach genial aus. Beim ein wenig herumdrücken ist mir auch sofort der Optical-„Button“ aufgefallen. Einfach mit dem Finger über den lustigen Punkt unten in der Mitte fahren und es tut sich was. Ist noch recht praktisch damit man das Display nicht noch mehr verschmiert.
Wenn man schon bei den Knöpfen sind, da gibt es ein paar mehr als beim iPhone, nämlich fünf an der Zahl. Das geht über den Home-Knopf zum Menu-Knopf über den Optical-Knopf (ja, das ist auch ein Knopf zum drücken) zu dem Zurück- und Suchen-Knopf.

Ansonsten ist es eigentlich sehr ähnlich wie das iPhone. Oben der Knopf zum einschalten und den Anschluss für Kopfhörer, auf der Seite die Lautstärkenregelung und auf der Rückseite die sehr gute 5MP Kamera. Aufgeladen wird das HTC nicht über ein speziellen Stecker, sondern kann über ein Micro-USB aufgeladen werden.

Hier die Abmessungen im Vergleich zum iPhone

Abmessung iPhone

Abmessungen HTC

Android 2.1

Der einte Grund warum ich das HTC Desire gekauft habe ist das Google-Betriebsystem Android 2.1. Ihr müsst wissen, ich bin nicht unbedingt Fan von Google, aber wollte auch mal über das iPhone hinaus sehen und etwas anders ausprobieren, momentan kommt das, von den Funktionen, am nächsten an das iPhone ran.

Die Bedienung ist sehr ähnlich wie beim iPhone, man hat seine Homescreens wo man die Programme ablegen kann, aber nicht nur das, man kann auch Widgets ablegen. Das sind kleine Programme die direkt auf dem Homescreen laufen. Ich habe da beispielsweise eine Anzeige meines nächsten Kalendereintrag oder Knöpfe um schnell Bluetooth und Konsorten abzuschalten. Wirklich praktisch und effizient.

Programme installieren

Das beste aber kommt noch, das Betriebsystem ist offen, man kann installieren was man will und es wird von niemandem vorgeschrieben was drauf darf und was nicht. Jaja, beim iPhone kann man das ja auch, aber man muss es zuerst Jailbreaken damit das funktioniert und somit bewegt man sich schon ein wenig in einer illegalen Zone.
Was mich am meisten gefreut hat war die Ankündigung von Mozilla, dass dieses Jahr noch die Beta von Fennec (Mobile Firefox) raus kommt. Auf das teil freue ich mich schon sehr.

Grundprogramme sind auch nur Programme

Als ich am Anfang sah, dass ich auch „Standardprogramme“ deinstallieren kann war ich ein wenig verwirrt. Auch habe ich im Market andere SMS-Programme und Kalender-Tools gesehen. Diese Programme gehören doch zum Handy. Nicht aber beim Android. Dieses Gerät könnte man als mini Computer mit Handy-Funktion ansehen.
Das sich andere Programme an die Grundprogramme koppeln lassen ist auch ziemlich cool. Beispielsweise gibt es ein kleines App, welches mir kurz im Netz nachschaut wem diese Nummer gehört und zeigt mir den Namen an, auch wenn er nicht bei meinen Kontakten ist. Wirklich praktisch.

Market

Wie beim iPhone gibt es auch beim Android wie ein AppStore, hier heisst er einfach Market. Hier gibt es auch viel Mist. Aber auch sehr sehr coole Apps. Noch nicht so viele wie beim Konkurrent aus Cupertino, aber es werden Monatlich bis 9000 mehr.
Es sind aber nicht nur Apps im Market sondern auch Plugins für verschiedene Applikationen, die diese wiederum um ein paar Funktionen erweitern. Das kann unser geliebtes iPhone nicht.

Meine Apps (bis jetzt)

Hier ist eine kleine Liste von den Apps welche ich bis jetzt verwende. Ich gehe nicht gross drauf ein, was diese Tools alles können, nur was der Hintergedankte dabei ist.

  • Advanced Task Killer (Schiesst mir mit einem Knopfdruck alle im Hintergrund laufenden Apps ab)
  • Advanced Task Manager (Zeigt mir die Laufenden Tools an und kann diese auch deinstallieren)
  • AndFTP
  • AndroMote (Musik von MediaServer wiedergeben)
  • Barcode Scanner
  • Compass (Für den integrierten digitalen Kompass)
  • Fahrplan CH (SBB-Fahrplan)
  • Frozen Bubble (Game)
  • Googles (Suche mit Bildern)
  • Hotspot Locator
  • KeePassDroid (Passwortmanager)
  • Labyrinth Lite (Game)
  • Linda Manager (Filemanger um die SD-Karte zu durchsuchen)
  • MPalControl (Mein Freecom Internet-Radio fernsteuern)
  • MSN Droid (MSN-Messenger)
  • Navigon (Super Navigationssoftware von Navigon)
  • Net Status (Netzwerkstatus)
  • NetCounter (Zählt den Datentransfer)
  • IO Einkaufsliste
  • Opera Mini 5 beta (Internet Browser)
  • Paper Toss (Game)
  • Remote RDP Lite (Remote Desktop Client)
  • Remote VNC Ad (VNC Client)
  • Shazam (Musik Taggen)
  • SNesoid (Super Nintendo Emulator)
  • Telefonbuch (Telefonbuch von local.ch)
  • Terminal Emulator (Terminal für das System)
  • Toppreise.ch
  • WeatherBug

Power, Power und nochmals Power

Das HTC Desire geht ab, im wahrsten Sinne. Es ist schnell, alles läuft flüssig und die Wartezeiten sind extrem kurz. Das ist ein grosser Pluspunkt. Pinch-to-Zoom läuft flüssig und macht richtig spass so zu arbeiten und surfen.
Positiv merkt man die Geschwindigkeit auch bei der Kamera. Bei älteren Handys mit einer 5MP Kamera darf man gar nicht zittern, denn es konnte das nicht auskorrigieren und das Bild war verschwommen. Nicht so beim HTC, es mag das auskorrigieren mit dem schnellen Prozessor und so werden die Bilder gestochen scharf.

Akku

Da es wie oben beschrieben, ordentlich Power unter der Haube hat, braucht es auch dementsprechend viel Strom. Der Hersteller verspricht 360 Stunden Standby. Ich habe zwar immer ein wenig auf dem Handy herumgedrückt, aber musste jeden zweiten Tag das Desire an das Stromnetz schliessen. Für mich ist das gut, mit dem iPhone war ich gewohnt, jeden Tag zu laden. Wenn man aber nicht dauernd herumspielt, wird es ca. vier bis fünf Tage halten. Versuche das mal aus.

Fazit

Bis jetzt bin ich sehr zufrieden. Das HTC Desire erfüllt alle meine Erwartungen. Werde aber sicher noch ein wenig mehr Testen und wenn es die Zeit zulässt werde ich auch nochmals darüber berichten.
Ich kann es nur allen Empfehlen, die ein gutes Datenabo besitzen und Freude an einem kleinen Spielzeug haben.

Preis

Ich habe es bei Digitec mit einer Aboverlängerung für zwei Jahre gekauft und noch 269.- bezahlt. Finde ich ein sehr faires Angebot.

Weitere Testberichte auf alaTest

Bei alaTest findet ihr noch mehr Testberichte für das HTC-Desire. Schaut doch mal rein. Oder gleich auf der androidhandyvergleich.de Website

Kommentare

Robert Pöhler

Ich kann mich dem Artikel nur anschliessen. Das Desire ist ein hervorragendes Gerät, welches sich perfekt personalisieren und anpassen lässt und dabei vor Leistung strozt. Jegliche Anwendung und Applikation ist mit Hilfe der Apps umsetzbar und innert Minuten verfügbar. Bei eingeschaltetem GPS hält allerdings der Akku maximal 2 Stunden.

Armin

Wie sieht es denn mit dem in manchen Testberichten kritisierten Amoled Display im Ausseneinsatz aus? In den Tests steht „bei Sonnenlicht ist nichts mehr zu lesen“. Bei direktem Sonnenlicht aufs Display kann das ja wohl sein, aber bei normalem Tageslicht?

Nischi

Das ist war, bei direktem einstrahlen der Sonne ist es schwer noch etwas zu erkennen, aber es geht. Bei normalen Tageslicht ist es absolut kein problem das zu lesen. Dann ist der Display wirklich toll

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